Geschichte von Frasdorf

Frasdorf

Frasdorf wird 883 erstmals erwähnt: In einem Freisinger Urkundenbuch heißt es „Froolfesdorf“, das Dorf des Froholf (den Namen hat es tatsächlich gegeben).  Dann hören wir 250 Jahre nichts mehr. 1135 erscheint der Ort als „Fradalsdorf“. Dies galt lange als erste Erwähnung, wobei die Forschung immer schon der Meinung war, dass es sich bei „Dorf“-Orten um Gründungen adeliger Grundherren des 8. und 9. Jahrhunderts handelt. 1156 kamen 26 Höfe in Frasdorf und Umgebung durch Schenkung zum Kloster Baumburg, wo sie bis zur Säkularisation verblieben. In den folgenden 300 Jahren erscheint Frasdorf  in jeder Urkunde unter einem anderen Namen – man schrieb ja nur nach dem Gehör: Fradelstorf, Fradilsdorf, Fradisdorf, Vralsdorf, Vroslsdorf, Vrosdorf. Die Gerichtsherrschaft über Frasdorf übten die Herren auf Schloss Hohenaschau aus, die auch als Grundherrn mit insgesamt 52 Höfen das Sagen hatten. Im Mittelalter gab es zwei kleinere lokale Adelsgeschlechter, die Herren von Geyerspühel (heute Gasbichl) und die Gundrichinger (heute Ginnerting). Bis zur Gemeindebildung im 19. Jahrhundert existierte neben Frasdorf  noch Walkerting als „Steuerbezirk“, wie die Verwaltungseinheiten damals hießen. 1978 wurde durch die Zuteilung der Gemeinde Umrathshausen (nördlich der Autobahn) und des südlichen Teiles von Wildenwart die heutige Gemeinde gebildet.